Kinder sind ehrliche Kritiker: Schmeckt’s nicht, bleibt’s in der Dose. Nur lässt sich vorher kaum sagen, was schmeckt — das erlebt Jens bei jeder Verkostung neu. Hier erzählt er, was Kinder wirklich mögen und wie ein gutes veganes Vesper für die Brotdose aussieht.
Kinder sind ehrlich – und überraschend
Jens aus der Praxis: Bei meinen Verkostungen erlebe ich immer wieder: Man kann vorher kaum vorhersagen, welcher Aufstrich einem Kind schmeckt.
Kinder haben ganz unterschiedliche Geschmäcker. Manche mögen es mild und süßlich, andere stehen schon früh auf kräftigere oder würzigere Aromen. Entscheidend ist auch, was sie von zu Hause gewohnt sind.
Deshalb sind bei den Verkostungen grundsätzlich alle vier Aufstriche bei Kindern beliebt. Der Zwiebel-Schmelz ist dabei ein guter Einstieg für die ganz Kleinen, weil er von den vier Sorten am mildesten ist. Die Gfährlich gute Paprika ist ebenfalls nicht scharf, sondern nur angenehm pikant. Auch der Bärlauch-Tomate-Pfeffer kommt bei Kindern immer wieder gut an.
Am wenigsten beliebt ist meist der Rote Bete-Meerrettich-Walnuss. Das liegt vor allem am Meerrettich, dessen Schärfe viele Kinder noch nicht gewohnt sind.
Jens aus der Praxis: Aber auch hier gilt: Jedes Kind ist anders. Deshalb würde ich Eltern nicht sagen: „Dieser Aufstrich ist für Kinder geeignet, der andere nicht.“ Ich würde sagen: Probiert es aus. Lasst eure Kinder selbst entdecken, was ihnen schmeckt.
Ein gutes veganes Vesper muss nicht kompliziert sein
Brot oder ein Weckle, ein guter Aufstrich, etwas Gemüse oder Obst – mehr braucht es oft gar nicht.
Kinder brauchen keine speziell erfundenen „Kinderlebensmittel“. Sie können von Anfang an echte Lebensmittel und unterschiedliche Geschmäcker kennenlernen. Und wenn dabei ein Aufstrich aus echten Zutaten auf dem Brot landet, umso besser.
Ideen für die Brotdose
- Weckle mit Zwiebel-Schmelz, dazu Apfel- oder Gurkenscheiben.
- Vollkornbrot mit G’fährlicher Paprika und ein paar Gemüsesticks.
- Brot mit Bärlauch-Tomate-Pfeffer für Kinder, die es schon etwas würziger mögen.
- Kleine Wraps mit einem Aufstrich bestrichen, gerollt und in mundgerechte Stücke geschnitten.
Wie du das Ganze auslaufsicher und haltbar für unterwegs packst, steht hier:
→ Schnelles Vesper für unterwegs
Jens‘ Tipp aus der Praxis
Nicht danach gehen, was angeblich ein „typischer Kindergeschmack“ ist. Kinder überraschen einen. Was bei einer Verkostung ein Kind begeistert, lässt das nächste vielleicht völlig kalt. Und umgekehrt.
Deshalb: verschiedene Geschmäcker anbieten, probieren lassen und die Kinder selbst entscheiden lassen.
Häufige Fragen
Welcher Aufstrich ist für Kinder am besten? Den einen gibt es nicht. Der Zwiebel-Schmelz ist der mildeste und damit ein guter Einstieg für die ganz Kleinen. Bei Verkostungen kommen aber alle vier Sorten gut an — probieren lassen ist der beste Rat.
Sind die Aufstriche für den Kindergarten geeignet? Ja. Ohne Zuckerzusatz und ohne zugesetzte Aromen, Farbstoffe oder Konservierungsstoffe passen sie gut in die Brotdose. Auf Allergene achten (z. B. Walnüsse in der Rote-Bete-Sorte) — die Angaben stehen auf jeder Produktseite.
Ist die Gfährlich gute Paprika für Kinder zu scharf? Nein — sie ist nicht scharf, sondern angenehm pikant. Viele Kinder mögen sie genau deshalb.
Mehr Ideen im Überblick: Vegane Vesper-Ideen. Vom Jens, aus der Vesperbänkle-Manufaktur im Ländle.