Fett ist in fast jedem Aufstrich drin — es trägt Geschmack und macht die Konsistenz cremig. Die Frage ist nur: welches Fett. Und genau da trennt sich beim Aufstrich die Spreu vom Weizen. Jens erklärt dir kurz, warum wir uns bewusst für extra natives Olivenöl statt Saatenölen entschieden haben.
Warum wir Olivenöl statt Saatenöl verwenden
Erstens: der Geschmack. Extra natives Olivenöl bringt einen feinen, fruchtigen und charaktervollen Geschmack mit. Für unsere Aufstriche schmeckt es aus unserer Sicht einfach besser.
Zweitens: Olivenöl ist ein Fruchtöl – kein Saatenöl. Olivenöl wird aus der Frucht des Olivenbaums gewonnen. Sonnenblumenöl und Rapsöl dagegen sind Saatenöle.
Linolsäure – unser wichtigster Grund
Warum verzichten wir auf Saatenöle? Vor allem wegen ihres teilweise sehr hohen Linolsäuregehalts.
Linolsäure ist eine essenzielle Omega-6-Fettsäure und grundsätzlich wichtig für den Körper. Unser Augenmerk liegt aber darauf, nicht unnötig große Mengen davon über stark linolsäurereiche Öle aufzunehmen. Gerade Sonnenblumenöl enthält sehr viel Linolsäure.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Rapsöl als besonders geeignetes Pflanzenöl. Dabei spielt vor allem das günstige Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren eine Rolle. Rapsöl ist ebenfalls ein Saatenöl.
Unser Ansatz setzt an einem anderen Punkt an: Wir betrachten nicht nur das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3, sondern auch die insgesamt hohe Linolsäuremenge, die über bestimmte Saatenöle aufgenommen werden kann.
Deshalb verwenden wir für unsere Aufstriche extra natives Olivenöl statt Saatenölen. Für uns ist das die bessere Kombination aus Geschmack und bewusster Auswahl des verwendeten Öls.
Worauf du beim Kauf achten kannst
Dreh das Glas um und schau, welches Öl an welcher Stelle der Zutatenliste steht:
- „Natives Olivenöl extra“ weit vorn = gutes Zeichen.
- „Pflanzenöl“ / „Sonnenblumenöl“ / „Rapsöl“ als Hauptzutat = eher gestreckt.
- Steht Öl ganz vorn (vor dem Gemüse), ist der Aufstrich vor allem Fett.
Mehr solcher Kriterien findest du hier:
→ Welcher Aufstrich ist gesund?
So machen wir es beim Vesperbänkle
Alle vier Sorten mit extra nativem Olivenöl statt Saatenölen, mit Maß, als Teil des Rezepts — nicht als Streckmittel. Zusammen mit echten Bio-Zutaten, ohne Zuckerzusatz und ohne zugesetzte Aromen, Farbstoffe oder Konservierungsstoffe.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Fruchtöl und Saatenöl? Olivenöl wird aus der Frucht gepresst, Sonnenblumen- und Rapsöl aus Saaten. Für uns zählt neben dem Geschmack vor allem, wie viel Linolsäure ein Öl mitbringt.
Warum verzichtet ihr nicht ganz auf Öl? Weil gutes Fett Geschmack trägt und satt macht. Wir setzen auf hochwertiges Olivenöl mit Maß statt auf gar keins oder viel billiges.
Woran erkenne ich gutes Öl im Aufstrich? An der Zutatenliste: „natives Olivenöl extra“ ist ein gutes Zeichen, „Pflanzenöl“ als Hauptzutat eher nicht.
Weiterführend
Wer tiefer einsteigen will: Der Arzt Dr. Gerrit Keferstein spricht im Interview „Die bittere Wahrheit über Pflanzenöle“ ausführlich über Saatenöle und Linolsäure. Das ist seine Einordnung, nicht unsere — unsere Gründe für das Olivenöl stehen oben.
Vom Jens, aus der Vesperbänkle-Manufaktur im Ländle. Mehr zum Prinzip: Vollwertige Brotaufstriche.